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Gesa Carstensen

geboren 1977 in Flensburg, studierte Germanistik und Medienkultur in Marburg und Hamburg. Während des Studiums arbeitet sie als freie Mitarbeiterin und Praktikantin in verschiedenen Print-, Online- und TV-Redaktionen, beim Filmfest Hamburg und für die europäische Filmförderung Media. Nebenbei lauscht sie beim Kellnern und als Caster für TV-Shows mehrere Jahre immer wieder den Geschichten fremder Menschen. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter nimmt sie sich nun die Zeit, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Sie arbeitet als freie Lektorin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Gesa Carstensen absolvierte die Autorenschule Hamburg 2006/2007 und entwickelte das Drehbuch ALLES WAS BLEIBT, ein Familienmelodram. (Synopse s.u.).

Kontakt: Gesa Carstensen, Kühnehöfe 21, 22761 Hamburg, Tel. 040-41287082, gesa.carstensen@gmail.com

ALLES WAS BLEIBT ein Familienmelodram
Du findest deinen Seelenfrieden nicht, indem du dem Leben aus dem Weg gehst. (The Hours)

Kontrolle hat Judiths (45) Leben immer bestimmt. So viel lässt sich damit erreichen: ein schönes Haus, ein guter Job, eine lange Ehe, ein sportlicher Körper. Aber der Tod ist unkontrollierbar. Judiths Mann Robert stirbt und lässt sie nach 17 Jahren Ehe einsam zurück – ohne Kinder. 

Ihre Schwester Anne (39) steht ihr zur Seite. Die Schwestern hatten immer ein inniges Verhältnis, auch Robert hat sich gut mit Anne verstanden und mit ihrem 15-jährigen Sohn Tom. Tom war für Robert und Judith fast wie ein eigenes Kind. Doch plötzlich stellt ein einziger Brief Judiths ganzes Leben infrage: Tom ist Roberts Sohn. 

Anne sagt, es war nur eine Nacht, aber das ist Judith egal. Für sie ist es Verrat an ihrem ganzen Leben, ein höhnisches Gelächter hinter ihrem Rücken – schließlich hat sie doch immer alles richtig gemacht. Judith zieht sich zurück, will keine Erklärungen und schiebt allein ihrer Schwester die Schuld in die Schuhe. Aber sie kann Anne nicht aus ihrem Leben streichen: Da ist der Familienbetrieb – eine alteingesessene Porzellanmanufaktur in den roten Zahlen – der ignorante Vater und das Gesicht, das gewahrt werden will. Aber ist die Maske groß genug, um den Schein zu wahren? Und für wen?

Je weiter sich die Schwestern voneinander entfernen, umso näher kommen sich Judith und Tom. Doch die Situation eskaliert, als Judith ihn mit der Wahrheit konfrontiert. Tom ist entsetzt, läuft davon, direkt vor ein Auto. Von dem Unfall erholt er sich schnell, aber nun verfolgt auch Judith das Gefühl von Schuld. Jetzt heißt es für sie, das Geschehene zu akzeptieren und um Verzeihung zu bitten. Nur so kann sie mit dem weiterleben, was bleibt. Denn alles, was bleibt, sind nicht die Erinnerungen an ein scheinbar perfektes Leben, sondern das Leben selbst in all seinen Facetten: unkontrollierbar, rau, widersprüchlich und dennoch voller Schönheit.